Ginkgo

Ginkgo

Ist es Ihnen nicht auch schon einmal so ergangen?

Etwas weckt Ihr Interesse und auf einmal begegnen Sie „diesem“ überall in Ihrer nahen Umgebung, in Büchern, Sie sehen Berichte im Fernsehen. Das „Etwas“  begegnet Ihnen auf Schritt und Tritt.

So ist es mir mit dem Ginkgo-Baum ergangen.

Ich liebe die Natur, bin aber kein ausgesprochener „Baum-Liebhaber“.

Als erstes hat mich eine vergoldete Anstecknadel in Form eines Ginkgo-Blattes in der Auslage eines Juweliers angelächelt. Ginkgo-Bäume grüßen mich jetzt allerorts. Von Venedig über den Botanischen Garten und vielen Parks in Wien, selbst in Nebengassen findet man diese Bäume. Mein Interesse geweckt, habe ich festgestellt, dass der Ginkgo einer der ältesten Baumarten ist.

Er entstammt einer Zeit, in der Saurier die Erde bevölkerten. Erst im 18. Jahrhundert hat er seinen Weg von China nach Europa gefunden. In den buddhistischen Klöstern galt er wegen seiner Langlebigkeit  schon immer als verehrungswürdiger Baum. Und die Spanier nennen ihn Arbol sagrado (heiliger Baum).

Der Ginkgo-Baum zeichnet sich durch eine besondere Widerstandskraft gegen Krankheiten aus. Das einzige Lebewesen, das die Atomexplosion 1945 in Hiroshima überlebte, war ein Ginkgo-Baum. Im Frühjahr 1946 zeigte er wieder sein hellgrünes Blattwerk!

Wie schon gesagt, wenn einem das „Etwas“ aufsucht, dann immer wieder. Beim Lesen des westöstlichen Divan’s von Goethe fällt mir ein Gedicht auf, das Sie nebenstehend lesen können.

Goethe widmete dieses Gedicht seiner Liebe, Marianne von Willemer, und stellt das Ginkgo-Blatt als Sinnbild der Freundschaft dar.

Und zum Schluss begegnet uns das „Etwas“ aufs Neue:

Der Ginkgo biloba wurde im Jahr 2000 zum Baum des Jahrtausends erklärt, zum Mahnmal für Umweltschutz und Frieden.