Darmerkrankungen

Unter Bauchschmerzen hat wohl jeder Mensch schon einmal gelitten. Meist verschwinden diese Schmerzen schnell wieder.

Treten Bauchschmerzen jedoch ungewöhnlich heftig auf oder werden von Krämpfen begleitet, kann dies auf eine Erkrankung des Darmes hindeuten.

Eine Ursache für starke Bauchschmerzen ist beispielsweise die Blinddarmentzündung. Hierbei ist der Wurmfortsatz, ein Anhängsel des Blinddarms, entzündet. Oft sind jüngere Menschen von dieser Krankheit betroffen. Zu den Symptomen zählen Oberbauchschmerzen, die sukzessive in den rechten Unterbauch wandern und sich bei Bewegung verstärken, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit, Verstopfung oder Durchfall, Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl.

Bei Menschen über 60 Jahren kommt es vermehrt zum Auftreten von Darmpolypen, gutartigen Wucherungen der Darmschleimhaut. Erreichen diese eine bestimmte Größe, besteht das Risiko, dass sie bösartig werden und Darmkrebs daraus entsteht. Da die Polypen sehr langsam wachsen, kann eine frühzeitige Erkennung und Entfernung einer Krebserkrankung vorbeugen. Kleinere Darmpolypen verursachen gemeinhin keine Beschwerden. Die Entdeckung erfolgt meist zufällig. Bei größeren Ausprägungen können Bauchschmerzen und Stuhlunregelmäßigkeiten wie Verstopfung und Durchfall auftreten. Gelegentlich ist der Stuhl schwarz gefärbt oder es sind Spuren von Schleim oder Blut darin enthalten.

Chronischen Darmerkrankungen

Zu den chronischen Darmerkrankungen gehören Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Während sich letztere auf den Dickdarm beschränkt, kann Morbus Crohn den gesamten Verdauungstrakt betreffen. Colitis ulcerosa äußert sich durch krampfartige Bauchschmerzen sowie blutigen und schleimigen Durchfall. Die Betroffenen müssen oft bis zu zwanzig Mal pro Tag auf die Toilette. Weitere Beschwerden können Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost und Fieber sein. Typische Warnzeichen für Morbus Crohn sind länger als sechs Wochen andauernder Durchfall, Schmerzen im rechten Unterbauch, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, leichtes Fieber, Bildung von Analfisteln und ein allgemeines Krankheitsgefühl.

Um die genannten Erkrankungen frühzeitig zu erkennen, kommen verschiedene Diagnosemethoden wie Ultraschalluntersuchungen, Darmspiegelungen, Laboruntersuchungen, das Austesten von Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien sowie die Untersuchung funktioneller Abläufe zur Anwendung.