Mark53-Analyse

Personalisierte Krebstherapie mit der Mark53-Analyse

Aktuelle Forschungsdaten zeigen: Chemotherapien könnten deutlich wirksamer sein, wenn sie maßgeschneidert an den jeweiligen Patienten angepasst werden. Inzwischen stehen für jede Krebserkrankung immer mehr Medikamente bereit, die verschiedene Wirkmechanismen haben. Doch nicht jeder Mensch spricht gleich gut auf jede Krebstherapie an. Der Einsatz von schlecht oder gar nicht wirksamen Krebsmedikamenten ist in zweifacher Hinsicht schädlich: Zum einen kann der Tumor weiter fortschreiten, da die Behandlung nicht effektiv ist. Zum anderen treten auch bei Wirkstoffen, die gegen den individuellen Tumor unwirksam sind, dennoch (zum Teil auch sehr schwere) Nebenwirkungen auf.

Bisher war es nicht möglich vorherzusagen, wer von welcher Behandlung am meisten profitiert. Forscher der Medizinischen Universität Wien fanden nun heraus, dass das p53-Gen als Biomarker dient. Der Status des Gens gibt eine Voraussage, welche Therapie, welcher Wirkstoff oder welche Substanzgruppe höchstwahrscheinlich am besten wirksam ist. Das Ergebnis hilft dabei, die Behandlung individuell abzustimmen. Die Analyse des p53-Gens – die sogenannte Mark53-Analyse – ist kein Garant für eine erfolgreiche Therapie oder die Heilung der Krebserkrankung. Doch die Effizienz der Chemo- oder Strahlentherapie kann gesteigert und gleichzeitig das Risiko für Nebenwirkungen verringert werden.

Wie läuft eine Mark53-Analyse ab?

Die Mark53-Analyse ist ein Gentest, der mit Tumorgewebe durchgeführt wird. In der Regel muss dafür aber nicht gesondert eine Biopsie durchgeführt werden, um Gewebe aus dem Tumor zu entnehmen. In Absprache mit dem behandelnden Arzt werden normalerweise Gewebeproben verwendet, die sowieso im Rahmen der Standard-Krebsbehandlung als Biopsie oder bei Operationen gewonnen und aufbewahrt wurden. Zusätzliche Eingriffe sind also im Normalfall nicht nötig.

Bei der Mark53-Analyse wird zunächst geprüft, ob bereits ein geeignetes Tumorpräparat vorliegt. Dieses wird von dem zertifizierten Labor, das die Mark53-Analyse durchführt, angefordert und dann zur Untersuchung verwendet.

Nach der Untersuchung erhalten Sie einen schriftlichen Befund und auch eine Interpretation der Ergebnisse. Zu dieser Interpretation gehört eine genau auf die Tumorart und die Analyseergebnisse abgestimmte Liste mit potenziell wirksamen und unwirksamen Substanzen.

Anhand dieser Empfehlung, kann ich die für Sie am besten geeignete und effektivste Behandlung auswählen. Bei der Festlegung der Therapie berücksichtige ich die beste vorhergesagte Wirkung, aber auch Ihre individuellen Vorerkrankungen und das Nebenwirkungsprofil der Substanzen

Wie kann man eine Mark53-Analyse durchführen lassen?

Die Mark53-Analyse eignet sich prinzipiell für alle Krebspatienten, bei denen eine Chemo- oder Strahlentherapie durchgeführt werden soll. In Studien wurde der Einfluss des p53-Gens auf die Therapiewirksamkeit bisher bei Leber-, Speiseröhren- und Dickdarmkrebs in größerem Umfang untersucht, doch weitere Ergebnisse zeigen, dass der Marker voraussichtlich bei allen Tumorerkrankungen einen Nutzen hat.

Die Mark53-Analyse können Sie selbst anfordern. Vor der Analyse werden vom untersuchenden Labor Details zu der Erkrankung und zu vorliegenden Untersuchungsergebnissen abgefragt. Basierend darauf wird für jeden Patienten vorab individuell eingeschätzt, ob die Mark53-Analyse sinnvoll ist. Beachten Sie aber, dass die Mark53-Analyse ein neues Verfahren ist, dessen Nutzen zwar in aktuellen Studien belegt ist, das aber von den Krankenkassen aktuell noch nicht erstattet wird. Ein Teil der Kosten für die Analyse des Biomarkes fließt wieder zurück in das Mark53-Projekt, um die medizinische Forschung zur individualisierten Krebstherapie weiter entwickeln zu können.

Weitere Informationen zur Mark53-Analyse finden Sie unter www.mark53.com. Auf dieser Seite kann auch die Mark53-Analyse von Tumorgewebe angefordert werden.