Schmerztherapie bei Krebspatienten

Zwei Drittel der Krebspatienten leiden laut aktueller Informationen der Österreichischen Schmerzgesellschaft an Schmerzen. Ein Fünftel davon sind von einer, die Übrigen von mindestens zwei Schmerzarten betroffen. Dank moderner Verfahren der Schmerztherapie müssen Krebsschmerzen jedoch nicht ausgehalten werden.

Bei neun von zehn Patienten lässt sich eine Linderung oder sogar völlige Schmerzfreiheit erreichen.

Schmerzursache und Schmerzwahrnehmung unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. Ebenso können sich die Missempfindungen während der Erkrankung oder der Therapie verändern. Daher müssen die Schmerztherapie, die Behandlung von Nebenwirkungen und die Begleitmedikation dem Verlauf der Schmerzen und der Beschwerden des Patienten angepasst werden. Eine pauschale Lösung, die sich für jeden Betroffenen eignet, gibt es nicht.

Die Therapie von Krebsschmerzen basiert auf den Empfehlungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation). So sollen Patienten die Schmerzmittel nicht nur gelegentlich, sondern dauerhaft, am besten zu festen Zeiten, einnehmen, um den Wirkstoffpegel im Blut annähernd konstant zu halten. Dem Arzt obliegt es, eine Behandlungsmöglichkeit zu finden, die den Schmerz so weit zurückdrängt, dass der Betroffene ein erträgliches Leben führen kann, ohne durch die Medikation zusätzlichen Schaden zu nehmen.

Die WHO hat zur Schmerzbehandlung ein dreistufiges Schema entwickelt, angefangen von einfachen Schmerzmitteln bis hin zu hochwirksamen Opiaten und vergleichbaren Mitteln. Was davon zum Einsatz kommt, richtet sich nach der Stärke der Schmerzen und wie diese sich durch die verschiedenen Substanzen dämpfen lassen. Bei sehr ausgeprägten Beschwerden müssen die Patienten nicht erst zwangsläufig alle Stufen durchlaufen. Der zuständige Arzt kann unverzüglich Medikamente der dritten Stufe verschreiben.