Was ist Krebs?

Was ist Krebs?

Krebs ist eine Erkrankung der Gene. Krebszellen entstehen durch die irreparable Veränderung bestimmter Abschnitte der Erbsubstanz und die daraus resultierende „Verfälschung“ der Erbinformationen. Das Reparatursystem der Erbgutträger arbeitet mit steigendem Alter immer unzuverlässiger. Dies ist an den Neuerkrankungszahlen erkennbar: Das mittlere Erkrankungsalter liegt sowohl für Männer als auch für Frauen bei 69 Jahren. Es sind jedoch einige Krebsarten bekannt, die vor allem jüngere Erwachsene betreffen. So beträgt das durchschnittliche Erkrankungsalter bei Hodenkrebs circa 38 Jahre.

Für die Genveränderungen können unterschiedliche Randbedingungen verantwortlich sein. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören Tabakrauch, UV-Strahlen, chronische Infektionen, Chemikalien, ein erhöhter Alkoholgenuss sowie eine ungesunde Lebensweise mit wenig Gemüse, Obst und Bewegung. Bei fünf bis zehn Prozent der Krebspatienten sind die Veränderungen erblich bedingt. In diesem Fall tritt der Krebs in den betroffenen Familien in jeder Generation, oft schon in jungen Jahren auf.

Krebszellen ignorieren die wachstumshemmenden Signale der Zell-Umgebung und stimulieren sich selbst zur Teilung. Sie können sich grenzenlos oft teilen und gelten als potenziell unsterblich. Bestehende Blutgefäße zapfen sie für ihr eigenes Fortleben an. Ihre bedrohlichste Eigenschaft besteht indes darin, in benachbartes Gewebe einzudringen, sich innerhalb des Körpers auszubreiten und in weit entfernten Bereichen Tochtergeschwülste zu bilden. Insbesondere durch diese Metastasen wird ein bösartiger Tumor zur lebensbedrohenden Gefahr.